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Coronavirus: Informationen zur aktuellen Situation

Erstmals ist nun das Coronavirus (Covid-19) auch in Nordrhein-Westfalen nachgewiesen worden. „Die zuständigen Behörden gehen den Fällen nun mit Hochdruck nach, um eine weitere Verbreitung des Coronavirus so gut es geht zu verhindern. Es ist nicht auszuschließen, dass es weitere Fälle im Land geben kann. Aber unser Gesundheitswesen ist für solche Erkrankungen gut vorbereitet und aufgestellt“, sagt Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann.

Auch die Rettungskräfte des Deutschen Roten Kreuzes in NRW sind für einen möglichen Einsatz gewappnet: „Für die Rettungskräfte des DRK ist es Routine, infizierte Menschen – wie zum Beispiel Corona-Patienten – zu betreuen“, erklärt Tanja Knopp, Landesrotkreuzleiterin des DRK-Landesverbandes Westfalen-Lippe.

Bei Fragen, Unklarheiten und Unsicherheiten empfiehlt der DRK-Landesverband Westfalen-Lippe die Internetseite des Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes NRW (Link: https://www.mags.nrw/coronavirus) sowie das Bürgertelefon des Ministeriums: 0211 855 47 74. Sie erreichen das Service Center der Landesregierung montags bis freitags zwischen 8:00 und 18:00 Uhr.

Wichtiger Hinweis: Bitte kontaktieren Sie insbesondere bei Fragen zu einer möglichen Infektion Ihre Ärztin oder Ihren Arzt. Den Besuch in der Praxis oder im Krankenhaus sollten Sie vorher telefonisch ankündigen.

Einbindung des Roten Kreuzes:

Das Deutsche Rote Kreuz in NRW steht im engen Austausch mit den Behörden und wurde als zuständige Hilfsorganisation durch die NRW-Landesregierung bestimmt. Die NRW-Landesregierung hat einen Krisenstab eingerichtet, um die Gesamtlage zu besprechen.

Damit auch wir als DRK in Westfalen-Lippe auf einen möglichen Einsatz vorbereitet sind, haben unsere Landesrotkreuzleitung, der Landesbeauftragte für den Katastrophenschutz und der Vorstand die Rotkreuzleitungen auf Landes-., Bezirks- und Kreisebene sowie die Rotkreuzbeauftragen und die hauptamtlichen Vorstände und Kreisgeschäftsführungen heute Abend zu einer Informations-, Vorbereitungs- und Abstimmungsveranstaltung zu uns ins Tagungshotel eingeladen.

Empfehlungen

Oberstes Gebot ist „Ruhe bewahren“. Es gibt keinen Grund, Panik zu verbreiten. Sollten Sie persönlich zu diesem Thema angesprochen werden, verweisen Sie gern auf die Internetseite des Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes NRW (Link: https://www.mags.nrw/coronavirus) sowie das Bürgertelefon des Ministeriums: 0211 855 47 74.

Zur Reduzierung des Ansteckungsrisikos:

  • berücksichtigen Sie bitte die Hygienetipps anbei (Der beste Schutz bist du)
  • geben Sie Acht auf sich und Ihre Familien
  • meiden Sie bitte – privat wie beruflich – große Gruppenveranstaltungen und Menschenansammlungen
  • bitten wir Sie Dienstreisen insbesondere zu Großveranstaltungen kritisch zu hinterfragen (sind diese unbedingt notwendig?)

Allgemeine Informationen & Handlungsanweisungen

  • FAQ: Antworten auf häufig gestellte Fragen zum neuartigen Coronavirus (SARS-CoV2), Bundeszenterale für gesundheitliche Aufklärung

    Welche Länder/Regionen sind von Erkrankungen mit dem neuartigen Coronavirus betroffen?

    Aktuelle Fallzahlen, betroffene Länder und Informationen zu Risikogebieten finden Sie auf den Seiten des Robert Koch-Instituts unter www.rki.de/covid-19-risikogebiete und www.rki.de/covid-19-fallzahlen.
    In Deutschland wurden seit Ende Januar ebenfalls Erkrankungsfälle bestätigt.

     

    Welche Krankheitszeichen werden durch das neuartige Coronavirus ausgelöst?

    Wie andere Erreger von Atemwegserkrankungen kann eine Infektion mit dem neuartigen Coronavirus zu Krankheitszeichen wie Husten, Schnupfen, Halskratzen und Fieber führen. Einige Betroffene leiden auch an Durchfall.

     

    Wie gefährlich ist das neuartige Coronavirus?

    Bei den bisher hauptsächlich aus China berichteten Erkrankungsfällen verliefen vier von fünf Erkrankungen mild. Bei einem Teil der Betroffenen kann das Virus zu einem schwereren Verlauf mit Atemproblemen und zu Lungenentzündung führen. Todesfälle traten bisher vor allem bei Patienten auf, die älter waren und/oder zuvor an chronischen Grunderkrankungen litten (Hintergrundinformationen zur Schätzung der Sterblichkeit im aktuellen Ausbruchsgeschehen stellt das Science Media Center zur Verfügung). In Deutschland sind noch keine Todesfälle aufgetreten.

     

    Was ist über die Ursache dieses Ausbruchs bekannt?

    Man nimmt an, dass der Vorläufer des neuartigen Coronavirus von Wildtieren stammt. Derzeit wird davon ausgegangen, dass sich die ersten Patienten Anfang Dezember auf einem Markt in Wuhan, in der Provinz Hubei, China, angesteckt haben, der am 1.1.2020 geschlossen wurde. Das neuartige Coronavirus erhielt den offiziellen Namen “SARS-CoV-2“, die Atemwegserkrankung, die es auslöst, wird als “COVID-19” bezeichnet.

     

    Wie wird das neuartige Coronavirus übertragen?

    Das neuartige Coronavirus ist von Mensch zu Mensch übertragbar. Der Hauptübertragungsweg ist die Tröpfcheninfektion. Dies kann direkt von Mensch zu Mensch über die Schleimhäute der Atemwege geschehen oder auch indirekt über Hände, die dann mit Mund- oder Nasenschleimhaut sowie die Augenbindehaut in Kontakt gebracht werden (siehe auch Frage „Welche Krankheitszeichen werden durch Coronaviren ausgelöst?“). Es wurden auch Fälle bekannt, in denen sich Personen bei Betroffenen angesteckt haben, die nur leichte oder unspezifische Krankheitszeichen gezeigt hatten.

    Die neuartigen Coronaviren wurden auch in Stuhlproben einiger Betroffener gefunden. Ob das neuartige Coronavirus auch über den Stuhl verbreitet werden kann, ist noch nicht abschließend geklärt.

    Siehe auch die Frage „Wie kann man sich vor einer Ansteckung schützen“ und „In welchen Situationen ist das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes in der Allgemeinbevölkerung zum Schutz vor akuten Atemwegsinfektionen sinnvoll?“

     

    Wie lange dauert es, bis die Erkrankung nach Ansteckung ausbricht?

    Derzeit wird davon ausgegangen, dass es nach einer Ansteckung bis zu 14 Tage dauern kann, bis Krankheitszeichen auftreten.

     

    Wie kann man sich vor einer Ansteckung schützen?

    Wie bei Influenza und anderen Atemwegserkrankungen schützen das Einhalten der Husten- und Nies-Etikette, eine gute Händehygiene, sowie Abstand zu Erkrankten (etwa 1 bis 2 Meter) auch vor einer Übertragung des neuartigen Coronavirus. Diese Maßnahmen sind auch in Anbetracht der Grippewelle überall und jederzeit angeraten.

     

    Ist das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes in der Allgemeinbevölkerung zum Schutz vor akuten Atemwegsinfektionen sinnvoll?

    Die wichtigsten und effektivsten Maßnahmen zum persönlichen Schutz sowie zum Schutz von anderen Personen vor der Ansteckung mit Erregern von Atemwegsinfektionen sind die korrekte Husten- und Nies-Etikette, eine gute Händehygiene und das Abstandhalten (ca. 1 bis 2 Meter) von krankheitsverdächtigen Personen. Diese Maßnahmen sind in Anbetracht der Grippewelle aber überall und jederzeit angeraten.

    Wenn eine an einer akuten Atemwegsinfektion erkrankte Person sich im öffentlichen Raum bewegen muss, kann das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes (z.B. eines chirurgischen Mundschutzes) durch diese Person sinnvoll sein, um das Risiko einer Ansteckung anderer Personen durch Tröpfchen, welche beim Husten oder Niesen entstehen, zu verringern (Fremdschutz).

    Für die optimale Wirksamkeit ist es wichtig, dass der Mund-Nasen-Schutz korrekt sitzt. Dieser muss eng anliegend getragen werden und bei Durchfeuchtung gewechselt werden. Während des Tragens sollte er nicht (auch nicht unbewusst) verschoben werden. Lassen Sie sich von einer medizinischen Fachkraft beraten, ob diese Maßnahme in Ihrem konkreten Fall empfehlenswert ist, welche Maske für Sie geeignet ist und wie man die Maske richtig anlegt bzw. wechselt.

    Hingegen gibt es keine hinreichenden Belege dafür, dass das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes das Risiko einer Ansteckung für eine gesunde Person, die ihn trägt, verringert. Nach Angaben der WHO kann das Tragen einer Maske in Situationen, in denen dies nicht empfohlen ist, ein falsches Sicherheitsgefühl erzeugen. Das kann dazu führen, dass zentrale Hygienemaßnamen wie eine gute Händehygiene vernachlässigt werden.

     

    Besteht die Gefahr sich über importierte Lebensmittel, Oberflächen oder Gegenstände mit dem neuartigen Coronavirus anzustecken?

    Coronaviren, die Atemwegserkrankungen verursachen können, werden in der Regel über Sekrete des Atmungstrakts übertragen. Gelangen diese infektiösen Sekrete an die Hände, die dann beispielsweise das Gesicht berühren, könnte auch auf diese Weise eine Übertragung stattfinden. Deshalb ist eine gute Händehygiene wichtiger Teil der Vorbeugung.

    Hingegen ist eine Übertragung über unbelebte Oberflächen bisher nicht dokumentiert. Eine Ansteckung mit dem neuartigen Coronavirus über Oberflächen, die nicht zur direkten Umgebung eines Erkrankten gehören, wie beispielsweise importierte Waren, Postsendungen oder Gepäck erscheint daher unwahrscheinlich. Generell ist das gründliche Händewaschen ein wichtiger Bestandteil der persönlichen Hygiene und kann vor einer Vielzahl weiterer Infektionskrankheiten wie beispielsweise Magen-Darm Erkrankungen schützen.

    Unabhängig davon hat die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung keine Aufgaben im Bereich der Bewertung von Lebensmitteln oder Gegenständen. Fragen zu dem Thema gehören in den Zuständigkeitsbereich des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR), für das Thema Arbeitsschutz ist die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) verantwortlich.

     

    Was bedeutet es für Deutschland, wenn sich das neuartige Coronavirus hierzulande zunehmend ausbreiten würde?

    Die Auswirkungen des neuartigen Coronavirus für Deutschland lassen sich nicht vorhersagen. Sie könnten mit einer schweren Grippewelle vergleichbar sein: Sollten sich in Deutschland sehr viele Menschen anstecken, muss auch mit schweren Krankheitsverläufen und Todesfällen gerechnet werden. Auch Bürgerinnen und Bürger können dazu betragen die Verbreitung des Virus einzudämmen, indem sie folgende Empfehlungen berücksichtigen:

    • Sich auf den Internetseiten öffentlicher Stellen, die qualitätsgesicherte Informationen zum neuartigen Coronavirus anbieten, informierten. Dies sind beispielsweise die Seiten der Bundes- und Landesgesundheitsministerien, der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung und des Robert Koch-Instituts. Falls erforderlich, informiert auch das lokale Gesundheitsamt über die entsprechende Situation.
    • Keine zweifelhaften Social-Media-Informationen verbreiten.
    • Eine gute Händehygiene und Husten- und Niesetikette praktizieren.
    • Sich möglichst wenig ins Gesicht fassen, um etwaige Krankheitserreger nicht über die Schleimhäute von Augen, Nase oder Mund aufzunehmen.
    • Abstand halten von Menschen, die sichtbar an einer Atemwegserkrankung leiden, auch aufgrund der andauernden Grippe- und Erkältungswelle.
    • Generell bei Erkrankungen: nach Möglichkeit zu Hause bleiben.

    Weitere Informationen, wie sich jeder Einzelne auf eine COVID-19-Pandemie vorbereiten kann, stellt das Science Media Center zur Verfügung.

     

    Welche Behandlungsmöglichkeiten stehen für das neuartige Coronavirus zur Verfügung?

    Nicht alle Erkrankungen nach Infektion mit dem neuartigen Coronavirus verlaufen schwer, auch bei den meisten in China berichteten Fällen war der Krankheitsverlauf mild. Im Zentrum der Behandlung der Infektion stehen die optimalen unterstützenden Maßnahmen entsprechend der Schwere des Krankheitsbildes Eine spezifische, d. h. gegen das neuartige Coronavirus selbst gerichtete Therapie steht derzeit nicht zur Verfügung.

     

    Gibt es Impfstoff, der vor dem neuartigen Coronavirus schützt?

    Momentan steht kein Impfstoff zur Verfügung. In China soll Medienberichten zufolge ein erster Impfstoffkandidat ab Ende April 2020 in einer klinischen Studie erprobt werden. Wann ein Impfstoff zur Verfügung stehen könnte, ist derzeit nicht absehbar. 

     

    Was sollten Personen tun, die Sorge haben, sich mit dem neuartigen Coronavirus angesteckt haben, oder die aus Regionen zurückkehren, in denen es zu Übertragungen kommt?

    • Personen, die (unabhängig von einer Reise) einen persönlichen Kontakt zu einer Person hatten, bei der das neuartige Coronavirus SARS-CoV-2 im Labor nachgewiesen wurde, sollten sich unverzüglich - auch wenn sie keine Krankheitszeichen haben – an ihr zuständiges Gesundheitsamt wenden. Das zuständige Gesundheitsamt kann über eine Datenbank des Robert Koch-Instituts (RKI) ermittelt werden.
    • Personen, die sich in einem vom Robert Koch-Institut ausgewiesenen Risikogebiet aufgehalten haben, sollten – auch wenn sie keine Krankheitszeichen haben – unnötige Kontakte vermeiden und nach Möglichkeit zu Hause bleiben. Beim Auftreten von Krankheitszeichen der Atemwege, sollten sie die Husten- und Niesetikette sowie eine gute Händehygiene beachten und eine Ärztin oder einen Arzt benachrichtigen. Es ist wichtig, dass Sie Ihre Ärztin oder Ihren Arzt zunächst telefonisch kontaktieren. Weisen Sie in dem Gespräch auf Ihre Reise hin und besprechen Sie das weitere Vorgehen bevor Sie sich in eine Arztpraxis begeben.
    • Für Reisende aus Regionen, in denen Fälle von COVID-19 (das ist die Atemwegserkrankung, die durch das neuartige Coronavirus ausgelöst wird) vorkommen, gilt: Wenn Sie innerhalb von 14 Tagen nach Rückreise Fieber, Husten oder Atemnot entwickeln, sollten Sie zunächst eine Ärztin oder einen Arzt telefonisch kontaktieren. Weisen Sie in dem Gespräch auf Ihre Reise hin und besprechen Sie das weitere Vorgehen, bevor Sie sich in eine Arztpraxis begeben. Zudem sollten Sie unnötige Kontakte vermeiden und nach Möglichkeit zu Hause bleiben sowie die Husten- und Niesetikette und eine gute Händehygiene beachten.
    • Für alle Flugreisende aus China gilt seit dem 15.2.2020 ein besonderes Verfahren (siehe Pressemitteilung des Bundesministeriums für Gesundheit). Unter anderem werden sie befragt, ob sie Kontakt mit Coronavirus-Infizierten hatten oder sich im Infektionsgebiet aufgehalten haben. Personen an Bord, die offensichtlich krank sind oder eine ansteckende Krankheit haben könnten, müssen gemeldet werden.

     

    Was sollten Personen tun, die vor kurzem an einem Ort waren, der jetzt unter Quarantäne steht?

    Um die Weiterverbreitung des neuartigen Coronavirus bestmöglich zu verhindern, ordnen Behörden verschiedener betroffener Staaten an, dass Hotels, Schiffe, Orte, aber auch ganze Regionen für einen gewissen Zeitraum unter Quarantäne gestellt werden. Dies muss kein Anzeichen dafür sein, dass es dort zu Übertragungen gekommen ist. Oftmals handelt es sich um eine Vorsichtsmaßnahme, die nach Ausschluss eines Verdachts schnell wieder aufgehoben wird.

    Wer davon erfährt, dass ein Ort, an dem er sich kürzlich aufgehalten hat, unter Quarantäne gestellt wurde, sollte sich zunächst über die Medien (z. B. aktuelle regionale Tageszeitung, lokale Radiosender) informieren, aus welchem Grund und für wie lange die Quarantäne verhängt wurde. Oft besteht kein Grund zur Sorge, z. B., wenn der Erkrankte erst angereist ist, nachdem man selbst schon abgereist war, oder der eigene Aufenthalt schon 14 Tage oder länger her ist, ohne dass man Krankheitszeichen entwickelt hat. Wenn weiterhin die Sorge besteht, dass eine Ansteckung stattgefunden haben könnte, kann man sich an das  zuständige Gesundheitsamt wenden. Dieses kann das individuelle Risiko weiter eingrenzen und ggf. Vorsichtsmaßnahmen empfehlen. Personen, die unter Krankheitszeichen leiden, sollten zunächst eine Ärztin oder einen Arzt telefonisch kontaktieren. Weisen Sie in dem Gespräch auf Ihren Aufenthalt an dem unter Quarantäne stehenden Ort hin und besprechen Sie das weitere Vorgehen, bevor Sie sich in eine Arztpraxis begeben. Eine weitere Abklärung kann - je nach Schwere der Krankheitszeichen - auch ohne Aufnahme in ein Krankenhaus erfolgen.

     

    Warum müssen Kontaktpersonen 14 Tage in Quarantäne?

    Eine weitere Ausbreitung des neuartigen Coronavirus in Deutschland soll so weit wie möglich verhindert oder zumindest verlangsamt werden. Hierfür ist es notwendig, die Personen, die Kontakt zu Menschen hatten, bei denen das neuartige Coronavirus im Labor nachgewiesen wurde, möglichst lückenlos zu identifizieren und ihren Gesundheitszustand für die maximale Dauer der Zeit, die zwischen einer Ansteckung und dem Auftreten von Krankheitszeichen (14 Tage) liegt, in häuslicher Quarantäne zu beobachten. In dieser Zeit ist das Gesundheitsamt mit den Betroffenen täglich in Kontakt, um den Gesundheitszustand zu beobachten und rasch zu handeln, falls Krankheitszeichen auftreten sollten. Gleichzeitig werden die Kontakte der Betroffenen auf ein Minimum reduziert, damit das Virus im Zweifelsfall nicht weiterverbreitet werden kann.

    Für Kontaktpersonen legt das Gesundheitsamt im Einzelfall das konkrete Vorgehen fest. Zu den Empfehlungen kann gehören, zu Hause zu bleiben, Abstand von Dritten zu halten sowie auf eine gute Belüftung der Wohn- und Schlafräume zu achten und Haushaltsgegenstände wie beispielsweise Geschirr und Wäsche nicht mit Dritten zu teilen, ohne diese zuvor wie üblich zu waschen. Wenn die Möglichkeit besteht, sollte ein eigenes Badezimmer genutzt werden. Hygieneartikel sollten nicht geteilt werden und die Wäsche sollte regelmäßig und gründlich wie üblich gewaschen werden. Das Einhalten der Husten- und Nies-Etikette, die Benutzung von Einwegtaschentüchern beim Naseputzen und regelmäßige Händehygiene sind wichtig, damit die Viren im Falle einer tatsächlichen Ansteckung nicht unnötig in der Umgebung verteilt werden.

    Angehörige können die Kontaktperson im Alltag zum Bespiel durch Einkäufe unterstützen. Enger Körperkontakt sollte vermieden werden. Auch können sie helfen, indem sie für gute Belüftung der Wohn- und Schlafräume sorgen und auf regelmäßige Händehygiene achten. Oberflächen, mit der die betroffene Person in Berührung kommt, wie beispielsweise Tische oder Türklinken, sollten regelmäßig mit Haushaltsreiniger gereinigt werden.

     

    Was bedeutet die von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) ausgerufene „Gesundheitliche Notlage mit internationaler Tragweite”?

    Die WHO hat am 30.1.2020 festgestellt, dass es sich beim aktuellen Ausbruch durch das neuartige Coronavirus in China um eine "Gesundheitliche Notlage mit internationaler Tragweite" handelt. Die WHO hat dabei für die betroffenen und die angrenzenden Staaten eine Reihe von Empfehlungen zur Eindämmung und Kontrolle des Ausbruchsgeschehens ausgesprochen. Für Deutschland hat die Einstufung keine direkten Folgen, da die WHO-Empfehlungen hier bereits erfüllt sind.

     

    Wo kann ich erfahren, ob eine Reise in ein betroffenes Land noch sicher ist?

    Gesundheitsempfehlungen bei Auslandsreisen werden vom Auswärtigen Amt gegeben. Aktuelle Informationen zu der Sicherheitssituation in einzelnen betroffenen Ländern sind auf den Länderseiten des Auswärtigen Amtes einzusehen.

     

    Wo finde ich weitere Informationen?

    Weitere (Fach-)Informationen zum neuartigen Coronavirus sind auf den Internetseiten des Robert Koch- Instituts zu finden.
    Aktuelle Einschätzung zur Sicherheit von Reisenden in betroffene Regionen gibt das Auswärtige Amt
    Darüber hinaus finden Sie aktuelle Einschätzungen der Lage auf den Seiten der Weltgesundheitsorganisation.

    Das Bundesministerium für Gesundheit (BMG), einige Bundesländer und Krankenkassen haben Hotlines für Bürger geschaltet.

     

    Informationen von der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA).

  • Informationen zur Blutspende, Blutspendedienst West

    Sehr geehrte Damen und Herren,

    liebe Kolleginnen und Kollegen,

    in Ergänzung zur Coronavirus-Information vom 29. Januar 2020 möchten wir Ihnen weitere Informationen zum Sachstand, insbesondere in Bezug auf die Blutspende beim Deutschen Roten Kreuz, geben. Besonders in Hinblick auf eine gesicherte Versorgung der Patienten mit Blutpräparaten, möchten wir ganz klar nach außen setzen: Unsere Blutspendeaktionen sind unverzichtbar! Der DRK-Blutspendedienst versucht deshalb, Terminausfälle möglichst zu vermeiden. In Einzelfällen kann es dennoch dazu kommen, beispielsweise, wenn öffentliche Einrichtungen (Schulen, Turnhallen, Pfarrheime etc.) von den Behörden geschlossen werden. In diesen Fällen bitten wir Sie bereits jetzt um Verständnis. Die Informationskette ist hierbei über die Referenten gesichert. Die gesamte Entwicklung ist momentan sehr dynamisch, sie wird von den Aufsichtsbehörden aber engmaschig beobachtet, die Zulassungskriterien für Blutspender werden nur bei Bedarf angepasst.

    Bitte denken auch Sie daran, Händeschütteln momentan zu vermeiden und eine verstärkte Händedesinfektion einzuhalten. Desinfektionsmittel stehen beim DRK-Blutspendedienst West in allen Einrichtungen und auf öffentlichen Blutspendeterminen zur Verfügung. Bitte nutzen Sie diese ebenfalls. Bitte treffen Sie Aussagen gegenüber Spendern und anderen interessierten Kreisen nur mit Bedacht Für weitere Fragen zum Thema Coronavirus & Blutspenden haben wir einen Magazinbeitrag auf die Homepage des DRK-Blutspendedienstes gesetzt (www.blutspendedienst-west.de/magazin) .Bitte verweisen Sie bei Spenderanfragen auf die Homepage oder die kostenfreie Hotline (0800-1194911).

    Magazinbeitrag:

    Ruhig Blut - Blutspenden in Zeiten des Coronavirus (Covid-19)

    Das Wichtigste vorweg: Wenn Sie gesund und fit sind, können Sie Blut spenden. Auch in Zeiten der Grippewelle, grassierender Erkältungen und des Coronavirus (Covid-19), benötigen wir dringend Blutspenden, damit die Patienten weiterhin sicher mit Blutpräparaten in Therapie und Notfallversorgung behandelt werden können!

    Kann ich jetzt noch Blut spenden? Ja, denn jede Blutspende zählt und wird dringend benötigt. Die DRK-Blutspendedienste beobachten die Lage rund um die Verbreitung des neuartigen Coronavirus (COVID-19) sehr aufmerksam und stehen hierzu in engem Austausch mit den verantwortlichen Behörden. Die Aufsichtsbehörden und die DRK-Blutspendedienste beobachten die weitere Entwicklung rund um die Verbreitung des Virus sehr engmaschig und täglich. Grundsätzlich gilt wie immer: Wer Blut spenden möchte, sollte sich gesund und fit dafür fühlen. Die aktuell geltenden Zulassungsbestimmungen für die Blutspende gewährleisten weiterhin einen hohen Schutz für Blutspender und Empfänger. 27.02.2020 / Information Coronavirus / Blutspende

    Wie immer gilt: Menschen mit grippalen oder Erkältungs-Symptomen sollen sich erst gar nicht auf den Weg zu einer Blutspendeaktion machen, die anwesenden Ärzte auf unseren

    Blutspendeterminen werden sie in diesen Fällen nicht zur Spende zulassen. Das gilt auch für Spendewillige, die vom Coronavirus betroffene Regionen bereist haben. Das Thema wird sehr sensibel gehandhabt, wir möchten aber auch vor Panik warnen. Nicht Jeder, der einen Schnupfen hat, ist mit Covid-19 infiziert und der Aufenthalt in der Öffentlichkeit führt nicht zu einer Infektion. Auf einem durchschnittlichen Blutspendetermin kommen sie nicht mit mehr Menschen in Verbindung als auf einer Zugfahrt oder einem Kinobesuch.

    Sind Blutpräparate für die Transfusionsempfänger sicher? An der Präparatesicherheit für Transfusionsempfänger hat sich durch Covid-19 nichts geändert! Für die Übertragbarkeit des Erregers durch Blut und Blutprodukte gibt es keine gesicherten Hinweise. Bluttransfusionen sind sicher und unverzichtbar. Auch hier gilt, dass die Aufsichtsbehörden engmaschig beobachten und analysieren und gegebenenfalls handeln.

    Wie kann ich persönlich vorbeugen und mich schützen? Grundsätzlich gilt: Der beste Schutz liegt bei Ihnen selbst.

    ▪ Achten Sie auf eine gute Handhygiene: Waschen Sie gründlich und auch häufig Ihre Hände (Handgelenke, Fingerzwischenräume und das Nagelbett)

    ▪ Befolgen Sie die "Nies- und Hustenetikette": Verwenden Sie Einmaltaschentücher, niesen Sie in die Armbeuge, und drehen Sie sich von anderen Menschen weg.

    ▪ Fassen Sie sich mit den Händen nicht ins Gesicht.

    ▪ Denken Sie vielleicht einmal daran, Ihr Handy zu reinigen, auch auf dieser Oberfläche wimmelt es oftmals von Keimen.

    Bei Bedarf werden wir diesen Beitrag fortschreiben und ergänzen. Für alle, die mehr über die Blutspendetermine in Wohnortnähe erfahren wollen, hat der DRK-Blutspendedienst West im Spender-Service-Center eine kostenlose Hotline geschaltet. Unter 0800 -11 949 11 werden montags bis freitags von 8.00 bis 18.00 Uhr alle Fragen beantwortet.

     

    27.02.2020 / Information Coronavirus / Blutspende

  • Praxisinfo zum Umgang mit dem Corona-Virus, Kassenärztliche Vereinigung Westfalen-Lippe
  • Informationen zum Coronavirus in leichter Sprache, NRW-Ministerium für Gesundheit, Soziales & Arbeit
DRK Blutspendedienst West